Schwarzer Hautkrebs – Malignes Melanom

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine Erkrankung, die von allen – und nicht zuletzt von denjenigen, die sich der unzähligen wichtigen und guten Eigenschaften der Sonne erfreuen – gefürchtet wird

Schwarzer Hautkrebs ist ein Tumor der Pigmentzellen und ist oftmals mit heller Haut und exzessiver Exposition gegenüber Sonnenlicht verbunden.

Norwegen gehört zu den Ländern der Welt mit dem häufigsten Vorkommen von schwarzem Hautkrebs – Tendenz steigend! Pro Jahr erhalten ungefähr 1.500 Personen in Norwegen die Diagnose malignes Melanom.

Schwarzer Hautkrebs stellt in Norwegen in der Altersgruppe zwischen 15 und 54 Jahren die häufigste Form von Krebs dar. Allerdings steigt nunmehr der Anteil bei den über 60-jährigen. Diese Krebsform ist doppelt so verbreitet in Südnorwegen wie in Nordnorwegen.

Früher waren bei Frauen die Beine am meisten betroffen, jetzt allerdings tauchen maligne Melanome sowohl bei Frauen als auch bei Männern am häufigsten am Rücken und am Oberkörper auf.

Risikofaktoren
Der größte bekannte Risikofaktor für schwarzen Hautkrebs besteht aus der Kombination von heller Haut und exzessiver Exposition gegenüber UV-Strahlen. Das Risiko steigt mit der Anzahl von Sonnenbränden. Insbesondere sieht man einen klaren Zusammenhang zwischen einer hohen Anzahl an Sonnenbränden im Kindesalter und dem Entstehen von schwarzem Hautkrebs.

UV-Strahlen können die Erbanlagen der Pigmentzellen zerstören, was wiederum dazu führen kann, dass diese Zellen zu einem späteren Lebenszeitpunkt unkontrolliertes Teilen und Wachsen aufzeigen.

Es ist wichtig klar darüber zu sein, dass Hautkrebs nicht unbedingt an den Stellen am Körper entsteht, die der Sonne am meisten ausgesetzt waren.

Fünf Stadien
Hautkrebs wird in fünf Stadien von 0 bis IV eingeteilt . Entscheidende Faktoren für die Kategorisierung sind hierbei, wie tief das Melanom in die Haut geht, ob sich die Krebszellen ins Lymphsystem gestreut haben und ob sie andere Organe metastasiert haben.

Die Prognosen in den frühen Stadien sind gut. Stadium IV allerdings, bei dem Metastasen in anderen Organen vorhanden sind, ist ein ernster Zustand, in dem die Prognosen schlecht sein können.

Pigmentproduzierende Zellen sind auch in Schleimhäuten vorhanden (Mund, Nase, Darmwände, Vagina) und in den Augen. Das bedeutet, dass auch diese Bereiche von der gleichen Erkrankung befallen werden können, allerdings unter einem anderen Namen.

Symptome


Schwarzer Hautkrebs kann in bereits existierenden oder neuen Leberflecken entstehen. Für die Beurteilung von Leberflecken und das Erkennen von Symptomen für schwarzen Hautkrebs, ist die sogenannte „ABCDE-Regel“ hilfreich:

A steht für Asymmetrie, d.h. die Form des Leberflecks ist asymmetrisch/ungleichmäßig und die eine Hälfte ist kein Spiegelbild der anderen.
B steht für Begrenzung. Bösartige Leberflecken haben oftmals einen unregelmäßig begrenzten Rand.
C steht für Colorierung (Färbung). Bösartige Leberflecken können ihre Färbung ändern, oftmals in Richtung dunkelblau oder schwarz.
D steht für Durchmesser. Bösartige Leberflecken nehmen oftmals an Größe zu.
E steht für Entwicklung. Alle Leberflecken, die sich entwickeln, d.h. ihr Aussehen ändern, sollten untersucht werden. Zudem können juckende, stechende oder blutende Leberflecken eine Indikation für maligne Melanome sein.
Entsteht schwarzer Hautkrebs in der Form eines neuen Leberflecks, so wird dieser schnelles Wachstum aufzeigen und sich von übrigen Leberflecken unterscheiden.

Behandlung und Vorbeugung
Die Behandlung von schwarzem Hautkrebs besteht in der Entfernung aller verdächtigen Leberflecke mit ausreichendem Sicherheitsabstand in normaler Haut und die anschließende Untersuchung unter dem Mikroskop. Leberflecken, bei denen ein Melanom nachgewiesen worden ist, müssen großflächiger und tiefer entfernt werden.

Die zum Gebiet gehörigen Lymphknoten müssen ebenfalls untersucht werden, um eventuelle Metastasen zu entdecken. Die weitere Behandlung besteht aus Strahlentherapie und Zellengift.

Personen mit bekannter, erblicher Voranlage für schwarzen Hautkrebs und Personen mit großen Leberflecken (größer als zwei Zentimeter), sollten regelmäßig vom Hautarzt untersucht werden. Der Besuch von Solarien sollte von Jugendlichen unter 18 Jahren vermieden werden. Insbesondere Personen mit heller Haut, rotem Haar, Sommersprossen, vielen Leberflecken und bekannten Fällen von Melanomen in der Familie sollten keine Solarien besuchen.

Beim Sonnen sollte mindestens Sonnenschutzfaktor 15 mit Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung zur Anwendung kommen. Intensives Sonnenbaden sollte vermieden werden. Sonnenschutzmittel können keinen vollständigen Schutz vor UV-Strahlung bieten. Darum sollte Sonnen in der Mittagszeit, wenn die Sonne am stärksten ist, vermieden werden.

Neue Leberflecken bei Personen über 40 sollten immer untersucht werden.

Untersuchung und Diagnose
Zur Diagnose von schwarzem Hautkrebs werden verdächtige Leberflecke entfernt und unter dem Mikroskop untersucht. Um einen Leberfleck zu untersuchen, kann dieser eingehend bei gutem Licht oder mit Hilfe eines Dermatoskops (einer Art Vergrößerungsglas für Hautuntersuchungen) inspiziert werden.

Verdächtige Leberflecke können vom Hausarzt entfernt werden. Wurde ein Melanom nachgewiesen, ist eine Untersuchung auf Metastasen angebracht.

Mit Hilfe von Ultraschall werden Leber und die mit der Stelle des Melanoms in Verbindung stehenden Lymphknoten untersucht. Zudem werden die Lungen geröntgt.

Ursachen
Maligne Melanome sind oftmals mit heller Haut und exzessiver Exposition gegenüber UV-Strahlung verbunden. Man sieht einen klaren Zusammenhang zwischen der Anzahl an Sonnenbränden – vor allem im Kindes- und Jugendalter – und dem Entstehen von schwarzem Hautkrebs. Da hellhäutige Personen beim Sonnenbaden rot und nicht braun werden, sind diese, sowie Personen mit rotem Haar und Sommersprossen, besonders gefährdet. Auch Personen mit einer hohen Anzahl an Leberflecken, großen Leberflecken oder bekannten Fällen von Melanomen in der Familie sollten regelmäßig zu Untersuchungen gehen. Häufige Solarienbesuche scheinen auch das Risiko zu erhöhen. Ist man bereits einmal an schwarzem Hautkrebs erkrankt, hat man ein höheres Risiko für die erneute Entstehung von Melanomen.

Prognose
Die Prognose hängt davon ab, wie tief das Melanom in die Haut eingetreten ist und ob zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen vorhanden sind.

Schwarzer Hautkrebs wird in fünf Stadien von 0 bis IV eingeteilt. Entscheidende Faktoren für die Kategorisierung sind hierbei, wie tief das Melanom in die Haut geht, ob sich die Krebszellen ins Lymphsystem gestreut haben und ob sie andere Organe metastasiert haben.

Die beste Prognose liegt bei Stadium 0 vor, die schlechteste bei Stadium IV.

Melanome, die frühzeitig entdeckt werden und keine Metastasen gebildet haben, haben eine gute Prognose und die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 90 Prozent. 80 Prozent genesen vollständig, falls der entsprechende Leberfleck entfernt wird.

Immer mehr Menschen erhalten die Diagnose schwarzer Hautkrebs und immer mehr werden behandelt. Ist malignes Melanom diagnostiziert worden, steigt das Risiko für einen erneuten Befall im späteren Leben und ehemalige Patienten sollten darum unter Beobachtung bleiben.

In den letzten Jahren sind entscheidende Fortschritte gemacht worden. 80-90 Prozent werden mit Hilfe von chirurgischer Erstbehandlung kuriert. 10-20 Prozent erleben Rückfälle.

Die Behandlung von metastatisch malignen Melanomen hat sich auf Grund klinischer Erfahrungen mit neuen Medikamenten in den letzten ein bis zwei Jahren deutlich geändert.

Fakten zum Thema schwarzer Hautkrebs/Malignes Melanom

  • Schwarzer Hautkrebs ist ein Tumor der Pigmentzellen (Melanozyten) in den oberen Hautschichten.
  • Er kann in bereits existierenden und auch in neuen Leberflecken entstehen.
  • Maligne Melanome sind oftmals mit heller Haut und exzessiver Exposition gegenüber Sonnenlicht verbunden.
  • Schwarzer Hautkrebs kann am gesamten Körper entstehen, tritt aber sowohl bei Frauen als auch bei Männern am häufigsten am Rücken und am Oberkörper auf.
  • Leberflecken, die ihr Aussehen ändern, oder neue Leberflecken, sollten ärztlich untersucht und eventuell entfernt werden.