Reisen Sie sicher trotz chronischer Erkrankungen

EHaben Sie chronische Leiden wie z.B. Diabetes, Allergien oder Rheuma? Dann sind Sie sich bestimmt darüber in Klaren, dass ihre Krankheit in verschiedenen Ländern unterschiedlich aufgefasst und behandelt wird. Was können Sie tun, um sicher zu reisen?

Elizabeth Schanche Lingjaerde interviewt den Arzt und Vorsitzenden des Beirats von World Medical Card, Dr. med. Ole Petter Drønen
Es geht nicht nur um eine einfache Luftveränderung mit allen ihren Vor- und Nachteilen. Man begibt sich auf eine Reise, die sowohl lang als auch unangenehm sein kann. Die Luft in einer Flugzeugkabine hat einen schlechten Ruf. Viele Leute sind der Auffassung, dass diese einen konzentrierten Cocktail aus unerwünschten Körpergerüchen sowie Bakterien und Viren von Menschen aus der ganzen Welt, die auf engstem Raum zusammengepfercht sind, darstellt. Die Wahrheit ist allerdings anders.

Flugzeugkabinen sind besser als ihr Ruf
Boeing zu Folge, werden zwischen 94 und 99,9 Prozent der luftübertragenen Mikroben in der Flugzeugkabine aufgefangen. Zudem wird die gesamte Luft alle zwei bis drei Minuten durch die Lüftung ausgetauscht und anschließend gefiltert. Dieser Austausch findet viel häufiger statt als in einem regulären Kino, Büroraum oder einem Klassenzimmer. Allerdings kann die Luft weniger Sauerstoff enthalten als man gewohnt ist.

– „Die Luft in einer Flugzeugkabine enthält ungefähr 10 Prozent weniger Sauerstoff als Luft auf Meereshöhe, was wiederum ein leicht erhöhtes Risiko für Menschen mit einzelnen Herz- und Lungenerkrankungen darstellt. Dies gilt insbesondere dann, wenn man sich einer schlechten Phase des Krankheitsverlaufs befindet und vornherein «schwach» ist“, erklärt Dr. med. Ole Petter Drønen, Allgemeinmediziner, Arbeitsmediziner und Auslandsarzt mit Praxis in Spanien. Er betont weiterhin die Wichtigkeit davon, dass Herz- und Lungenerkrankte vor derartigen Reisen Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

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Rejs sikkert som kroniker, siger læge Ole Petter Drønen

Hoch und weit von der Hilfe entfernt
– „Befindet man sich in einem Flugzeug über dem Atlantik oder dem Pazifik, ist zufriedenstellende Hilfe weit entfernt und die Möglichkeiten sind begrenzt. Das gleiche gilt für Kreuzfahrten auf hoher See“, erläutert Drønen.

Kreuzfahrtschiffe haben oftmals hochqualifizierte und erfahrene Ärzte an Bord, die aber trotzdem alleine sind und nicht auf die gleichen Ressourcen wie ein Krankenhaus zurückgreifen können.

Damit nicht genug: Am Reiseziel angekommen, können Klimawechsel, große Temperaturunterschiede, Staub oder Luftverschmutzung zu einer Verschlechterung Ihres Krankheitsbildes führen. Leicht zugängliche Informationen über Ihren Gesundheitszustand können daher von entscheidender Bedeutung für die Art der medizinischen Versorgung sein, die man erhält.

Vorbereitungen sind das A und O
– „Ist es schwierig, eine eindeutige Diagnose zu stellen, kann unverhältnismäßig viel Zeit bei Untersuchungen verstreichen. Wir müssen auch wissen, ob Patienten Allergien oder Unverträglichkeiten im Bezug auf Medikamente haben“, erklärt Drønen. „Wir möchten vermeiden, Versuche unternehmen zu müssen, den Hausarzt oder das Krankenhaus im Heimatland kontaktieren zu müssen, da dies zeitaufwendig oder gänzlich erfolglos sein kann“, erläutert er weiter. „Dies gilt insbesondere dann, wenn man sich in einer anderen Zeitzone befindet. Zudem darf man nicht vergessen, dass die meisten Hausärzte nur während der Sprechstunden und nicht abends oder am Wochenende erreichbar sind“, fügt er hinzu.

Wie kann man mit allen diesen Risikofaktoren sicher reisen?
– „Wenn man jederzeit aktuelle medizinische Informationen über den eigenen Gesundheitszustand mit sich führt, die auf der ganzen Welt gleich interpretiert und verstanden werden und den Ratschlägen des Arztes folgt, die vor der Reise eingeholt worden sind, hat man die nötigen Vorsorge für eine sichere Reise getroffen“ erklärt Drønen abschließend.

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