Impfungen – ein wahrer Erfolg

Impfungen werden als einer der größten Erfolge der modernen Medizin angesehen.

Mit Hilfe von einfachen Mitteln, kann einer Reihe von lebensgefährlichen und invalidisierenden Krankheiten vorgebeugt werden.

Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass umfangreiche Impfungsprogramme zu einer bedeutenden Reduktion von Kindestot geführt haben. Viele Krankheiten, die große Herausforderungen für die Volksgesundheit dargestellt haben, sind durch Impfungen großer Bevölkerungsgruppen entweder teils oder sogar komplett ausgerottet.

In der letzten Zeit ist das Thema Impfungen auf Grund von mehreren örtlichen Krankheitsausbrüchen in der Welt erneut in den Mittelpunkt geraten. Diese Ausbrüche hätten vermieden werden können, wären mehr Menschen geimpft. Aktuell ist es der Ausbruch von Masern, der in den Medien präsent ist. Im Falle von Norwegen zum Beispiel, starben früher jedes Jahr mehrere Kinder an den Folgen von Masern. Der letzte registrierte Todesfall in diesem Zusammenhang stammt aus dem Jahre 1989.

Die zarten Anfänge von Impfungen sind mehr als 200 Jahre alt. Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte der englische Landarzt Edward Jenner, dass Menschen, die sich mit Kuhpocken infiziert hatten, nicht an gewöhnlichen Pocken erkrankten. Mit dieser Beobachtung als Grundlage, gelang es ihm, die erste Impfung gegen Pocken zu entwickeln. Seit dieser Zeit hat man es schrittweise geschafft, ständig neue Impfungen gegen sowohl existierende als auch neue Krankheiten zu entwickeln. Nunmehr existieren mehr als 25 wirkungsvolle Impfungen.

Das Prinzip einer Impfung ist, dass die Krankheit als solches als Ausgangspunkt verwendet wird. Zur Herstellung von Impfstoffen kommen in der Regel tote oder extrem abgeschwächte Viren/Bakterien, unschädlichgemachte Bakterien oder Varianten von Gentechnologie zum Einsatz.

Das Funktionsprinzip einer Impfung beruht darauf, dass der Impfstoff das körpereigene Immunsystem dahingehend stimuliert, Antistoffe gegen die jeweilige Krankheit zu produzieren. Auf diese Art wird man immun gegen die Krankheit, ohne diese gehabt zu haben.

Eine Impfung kann Nebenwirkungen haben, auch wenn diese selten sind. Manche können allergisch auf Inhaltsstoffe in Impfungen reagieren. Derartige Reaktionen zeigen sich in der Regel innerhalb weniger Minuten. Dies ist auch der Grund dafür, warum nach der Verabreichung einer Impfung eine halbe Stunde gewartet werden muss, bevor die Praxis verlassen werden darf. Bei manchen Menschen kann sich in den Tagen nach einer Impfung ein Gefühl des Unwohlseins einstellen. Typische Symptome in diesem Zusammenhang sind Fieber, Unwohlsein oder Empfindlichkeit im Bereich der Stichstelle. Weitere mögliche Nebenwirkungen müssen den zuständigen Behörden gemeldet werden, die diese beurteilen und genau verfolgen.

Weltweit gibt es eine Reihe von Impfgegnern. Beim Widerstand gegen Impfungen werden oftmals religiöse Gründe angeführt. Viele haben auch schlichtweg Angst vor Nebenwirkungen. Manche Menschen sind gegen alle Arten von Impfungen, andere wiederum gegen bestimmte Impfungen oder Impfprogramme. Eine gefälschte Forschungsstudie aus dem Jahre 1998, die besagte, dass eine MMR-Impfung zu Autismus führe, wurde weltweit von einem Anteil Skeptikern als Argument genutzt. Auch heute halten immer noch viele an den Schlussfolgerungen dieser Studie fest. In Norwegen entflammte der Widerstand aufs Neue in Verbindung mit der umfassenden Impfung gegen die Schweinegrippe.

Es existieren eine Vielzahl von Verschwörungstheorien wenn es um Impfungen geht. Allerdings werden diese – eine nach der anderen – von Forschern widerlegt.

Die Herstellung von Impfstoffen geschieht unter extrem kontrollierten Bedingungen bei den größten und fortschrittlichsten Arzneimittelherstellern. Kontrollroutinen und Erprobung sind von höchster

Qualität, damit die Impfstoffe, die auf den Markt kommen, den Grad der Sicherheit besitzen, der möglich ist. Darüber hinaus führen die Behörden eigene Kontrollen von Impfstoffen aus, die Sicherheit und Wirkung sicherstellen.

Der größte Erfolg von Impfstoffen – nämlich die Ausrottung von Krankheiten – steht in mehreren Bereichen in Gefahr. Impfungen sorgen dafür, dass einzelne Personen nicht an bestimmten Krankheiten erkranken. Das übergeordnete Ziel mit Massenimpfungen geht jedoch weiter und hat die Ausrottung von Krankheiten im Augenschein. Dieses Ziel ist mit einigen wenigen Krankheiten erreicht worden, darunter die tödliche und entstellende Pockenkrankheit. Der erste Schritt in diesem Zusammenhang ist Herdenimmunität. Im Klartext bedeutet dies, dass wenn extrem viele Individuen geimpft sind, wird eine – z.B. aus medizinischen Gründen – nicht geimpfte Person nicht infiziert werden.

Es wird auch zielstrebig an der Entwicklung von neuen Impfstoffen gearbeitet. Die Arbeit mit der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Malaria ist bereits weit gekommen, obwohl sich diese Arbeit sehr herausfordernd gestaltet. Jährlich fallen Millionen von Menschen der Malaria zum Opfer. Dies gilt auch für einen Impfstoff gegen HIV. Allerdings hat es sich als schwierig erwiesen, einen sicheren und effektiven Impfstoff zu finden. Es wird auch daran gearbeitet, die BCG-Impfung gegen Tuberkulose zu verbessern und hat hierbei neue Hoffnung im Zuge der Fortschritte im Bereich der Gentechnik erhalten.

Die Gesundheitsbehörden in allen Ländern der Welt fordern dazu auf, einen höchst möglichen Prozentsatz von geimpften Personen anzustreben, um Herdenimmunität zu erreichen. Das nachfolgende Ziel ist dann so viele Krankheiten wie möglich auszurotten. Um dies zu erreichen, muss Skeptikern gute und in Bezug auf die Qualität überprüfte Information vermittelt werden. Impfungen sind gleichbedeutend mit einem enormen Gesundheitsgewinn für den Einzelnen und die Weltgesundheit – und besonders gesehen im Verhältnis zu dem verschwindend geringen Risiko, das ihnen verbunden ist. Darum ist es wichtig, die Weltbevölkerung aufzufordern, sich solidarisch für gute Gesundheit auf unserem Planeten einzusetzen.