Engegefühl – Angina pectoris

Eigentlich sollten wird dankbar dafür sein, dass manche Gesundheitsbeschwerden direkt mit unseren Lebensgewohnheiten verbunden sind und nicht nur einfach dem Zufall überlassen sind.

In gewisser Weise ist in diesem Zusammenhang jeder seines eigenen Glückes Schmied. Vor allem wenn es um Herz- und Kreislaufkrankheiten geht, gibt es eine Vielzahl von Risikofaktoren, die mit Einsicht in Schach gehalten werden können.

Die größte Kunst im Leben ist trotz allem zu lernen, mit sich selbst auf bestmögliche Art zu leben. Dies gilt insbesondere dann, wenn genetische Veranlagung oder Lebensstil nicht mit dem Streben, Krankheit zu vermeiden, in Einklang gebracht werden können.

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Egal ob Mann oder Frau, für beide gilt gleichermaßen, dass physische Inaktivität das Risiko für die Entstehung von koronaren Herzkrankheiten verdoppelt.

Engegefühl – Angina pectoris
Angina pectoris ist ein Zustand, bei dem das Herz eine eingeschränkte Sauerstoffversorgung besitzt. Dies äußerst sich in einem anfallsartigen Engegefühl.

Der Herzmuskel ist ein starker und wichtiger Muskel, der eine von seinen kleinen Blutadern konstante Versorgung mit Blut und Sauerstoff benötigt. Falls einige dieser Adern – oftmals auf Grund von Atherosklerose – keine ausreichende Versorgung mit Blut erbringen können, verringert sich die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels.

Personen, die an Angina pectoris leiden, können derartige Anfälle von Zeit zu Zeit erleben und bis zu 15 Minuten an Brustschmerzen leiden.

Man unterscheidet zwischen stabiler und instabiler Angina pectoris. Bei stabiler Angina pectoris treten Brustschmerzen bei Aktivität auf und verschwinden bei Ruhe. Bei instabiler Angina pectoris können Brustschmerzen unabhängig vom Aktivitätsniveau und auch beim Ruhen auftreten.

Risikofaktoren sind erbliche Veranlagung, Rauchen, Übergewicht, Diabetes, hoher Blutdruck und hohe Cholesterinwerte. Alter ist ebenfalls ein wichtiger Risikofaktor. Ein gehäuftes Vorkommen des Zustands ist bei Männern über 40 und Frauen über 50 beobachtet worden.

Falls Angina pectoris vermutet wird, ist es wichtig, ärztliche Hilfe zur Untersuchung in Anspruch zu nehmen, da dieser Zustand die Gefahr schwerer Herzkrankheiten – wie z.B. einem Herzinfarkt – mit sich bringt.

Angina pectoris – Symptome
Klassische Symptome sind einschnürende und beklemmende Brustschmerzen, die bis zu 15 Minuten andauern.

Typische Symptome sind Unwohlsein oder Schmerzen, die hinter dem Brustbein auftauchen und von physischer Anstrengung ausgelöst werden und bei 2- bis 15-minütiger Ruhe wieder verschwinden.

Die Brustschmerzen als solches werden oftmals als beklemmend und einschnürend bezeichnet. Teilweise können die Schmerzen bis zum Hals, Kiefer oder Schulter/Arm auf der linken Seite strahlen.

Frauen geben öfters als Männer andere Symptome mit variierender Schmerzauffassung an: Schmerzen unterhalb der Brüste, Herzklopfen oder brennende, stechende Schmerzen, die nicht unbedingt an klassische Symptome erinnern.

Bei älteren Menschen und Patienten mit Diabetes treten oftmals Symptome wie Atemnot bei Anstrengung, Schwächegefühl und Schwitzen auf.

Die Anfälle treten leichter auf bei Anstrengungen nach dem Essen und bei Kälte. Darum kann es Probleme mit sich führen, wenn man sich direkt von der wohligen Wärme der Stube in winterliche Kälte zum Schneeschippen begibt.

Behandlung und Vorbeugung von Angina pectoris
Sowohl bei der Vorbeugung als auch der Behandlung von Angina pectoris stehen ein gesunder Lebensstil und Medikamente im Mittelpunkt. Ein chirurgischer Eingriff kann ebenfalls aktuell sein.

Ziel der Behandlung ist es, der Atherosklerose Einhalt zu gebieten und die Krankheit zu stabilisieren.

Kein Rauchen, gesunde Ernährung mit wenig ungesunden (gesättigten) Fetten und eine gemäßigte Menge physische Aktivität sind ausgesprochen wichtige Elemente der Selbstbehandlung.

Darüber hinaus ist bei allen auch eine medikamentöse Grundbehandlung notwendig. Unter anderem sollte Nitroglycerin mitgeführt werden, das es sowohl in Tablettenform zum unter die Zunge legen und als Spray gibt. Der Arzt erteilt Anweisungen, wie dies bei einem Anfall eingesetzt werden soll.

Außerdem wird der Arzt für eine optimale Behandlung eventueller zusätzlicher Faktoren, wie z.B. hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte sorgen.

In einzelnen Fällen können chirurgische Eingriffe angebracht sein, wie z.B. die perkutane Koronaintervention. Dabei handelt es sich um einen schnellen und effektiven Eingriff, bei dem keine Narkose notwendig ist.

Blutadern im Arm oder Oberschenkel dienen hierbei als Zugang, um verstopfte Herzarterien wieder zu öffnen.

Eine Alternative ist der Koronararterien-Bypass, der eine größere Herzoperation unter voller Narkose darstellt, bei der die verstopfte Ader durch eine andere, gesunde Ader ersetzt wird.

Untersuchung und Diagnose
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Eine klassische Krankheitsgeschichte kombiniert mit einem Belastungs-EKG führt in den meisten Fälle zur Diagnose.

Es ist in erster Linie die klassische Krankheitsgeschichte, die dem Arzt die Diagnose erteilt. Als zusätzliche Hilfe kann ein Belastungs-EKG erstellt werden, bei dem die Herzaktivität bei physischer Anstrengung (Trainingsrad) in Augenschein genommen wird. Herzspezialisten werten das EKG aus, das Aufschluss über die Herzfunktion unter Belastung gibt.

Zeigt zudem die Verabreichung von Nitroglycerin (entweder in Tablettenform oder als Spray) bei Anfällen gute Wirkung, untermauert dies die Diagnose zusätzlich.

Angina pectoris – Prognose
Angina pectoris disponerer for hjerteinfarkt og hjertesvikt, men med riktig behandling er prognosen god.

Prognosen avhenger av alvorlighetsgraden av sykdommen, men en sunn livsstil og optimal medikamentell behandling har oftest en god effekt på angina pectoris.

Det viktigste tiltaket man kan gjøre selv, er å slutte å røyke. Ved effektfull behandling er både kort- og langtidsprognosene gode.

Ved alvorlig sykdom eller dårlig effekt av behandlingen, er det hjerteinfarkt og hjertesvikt som er hoved komplikasjonene.

Fakta om Angina pectoris:

  • Angina pectoris führt zu beklemmenden oder einschnürenden Brustschmerzen.
  • Die Schmerzen verschwinden normalerweise wieder innerhalb von 15 Minuten.
  • Die Schmerzen werden bei Anstrengung stärker und nehmen bei Ruhe wieder ab.
  • Nitroglycerin beseitigt die Schmerzen nahezu augenblicklich.
  • Die Ursache von Angina pectoris liegt bei Atherosklerose der Blutadern, die das Herz mit Sauerstoff versorgen.
  • Bei richtiger medikamentöser Behandlung und einem gesunderen Lebensstil ist es möglich, den Schwierigkeitsgrad von Angina pectoris einzudämmen.

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