Das Phänomen Schnarchen

Irgendwann einmal im Leben schnarchen alle. Am häufigsten schnarchen Männer, aber es gibt auch viele Frauen, die schnarchen.

Mit zunehmenden Alter nimmt auch das Phänomen Schnarchen zu. In manchen Fällen kann Schnarchen störend sein oder auch zu direkten und schwerwiegenden Problemen mit der eigenen Gesundheit führen. Schlechter Schlaf, familiäre Herausforderungen und Schlafapnoe sind die schwerwiegendsten Probleme, die Schnarchen mit sich führen kann.

Genau darum ist es immer wichtig, ärztliche Hilfe aufzusuchen, falls Schnarchen eine Belastung darstellt und man selber keine Lösung findet.

Schlafapnoe kann schwerwiegende Folgen haben
Schnarchen kann mit Schlafapnoe in Verbindung stehen. Dieses Syndrom führt ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall, hohen Blutdruck und Herzinfarkt mit sich. Schlafapnoe muss darum immer untersucht und behandelt werden, um solchen schwerwiegenden Folgen vorzubeugen.

Kinder können ebenfalls schnarchen und hierbei kann die Ursache bei vergrößerten Mandeln liegen. Ihr Arzt kann Ihnen gute Ratschläge zur Selbsthilfe erteilen, die einer eventuellen Operation bzw. Behandlung mit Atemmaske vorzuziehen sind.

Fast alle Menschen schnarchen irgendwann in ihrem Leben. Allerdings stellt dies nur selten ein Problem dar. In ungefähr zehn Prozent aller Fälle ist Schnarchen von einer mehr anstrengender Art als üblich und muss behandelt werden.

Schnarchen – Symptome
Schnarchen kann zu Schlafbeschwerden führen – sowohl bei der Person, die schnarcht, als auch bei denjenigen, die in der Nähe sind. Personen, die schnarchen, können tagsüber an Müdigkeit leiden, was wiederum in gesellschaftlichen Zusammenhang peinlich sein kann.

Schmerzen in Nase oder Rachen sind nach Schnarchen keine Seltenheit. Manche Personen, die Schnarchbeschwerden haben, leiden zudem an Atemstillständen und Schlafstörungen. Dieses Beschwerdebild wird als Schlafapnoe bezeichnet.

Hierbei stoppt die Atmung während des Schlafs kurzzeitig und häufig. Dies führt zu einem reduzierten Sauerstoffgehalt im Blut, was wiederum das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöht und zudem mit der Zeit die Schlafqualität weiter negativ beeinflusst.

Schnarchen – Behandlung und Vorbeugung
Schnarchen tritt weniger auf, wenn man auf der Seite schläft, Alkohol und Schlafmittel vermeidet, mit dem Rauchen aufhört und bei eventuellem Übergewicht, abnimmt. Schafft dies keine Abhilfe, können Beatmungsgerät, Schnarchschiene oder eine Operation notwendig sein.

Bei Übergewicht ist Abnehmen das effektivste Mittel. Schnarchen tritt vor allem beim Schlafen in Rückenlage auf, die darum vermieden werden sollte.

Ein bekannter Trick ist, den Schlafanzug auf dem Rücken mit einer Tasche für einen Tennisball zu versehen. Ein dann in die Tasche gelegter Ball macht das Liegen auf dem Rücken so unbequem, dass die Person instinktiv eine Seitenlage einnimmt.

Beatmungsgerät für Überdruck in den Luftwegen
Stellt Schnarchen ein schwerwiegendes Problem dar und besonders in Verbindung mit Schlafapnoe, kann der Einsatz eines Beatmungsgerätes für eine CPAP-Beatmung angebracht sein (CPAP ist die Abkürzung für englisch Continuous Positive Airway Pressure).

Die damit durchgeführte Beatmung sorgt für einen dauerhaften Überdruck in den Luftwegen und verhindert den Kollaps. Oftmals kann dadurch das Schnarchen unter Kontrolle gebracht werden, allerdings kann diese Behandlung bei Patienten auf Widerstand stoßen, da die dabei verwendete Maske als unangenehm empfunden werden kann.

Schnarchschienen sorgen für Atemluft
Eine Alternative sind Scharchschienen, die in Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt angefertigt werden.

Schnarchschienen sorgen dafür, dass das Unterkiefer vorgeschoben wird und dadurch die Passage für Atemluft in den Rachen geöffnet wird. Allerdings sind Schnarchschienen nicht so wirkungsvoll wie eine CPAP-Beatmung.

Chirurgische Eingriffe
Anatomische Gegebenheiten können ebenfalls den Grund für Schnarchbeschwerden darstellen. Hierbei kann es sich um eine zu große Zunge oder vergrößerte Mandeln handeln. Eine enge Nase auf Grund von Polypen oder einer schiefen Nasenscheidewand ist ebenfalls ein Grund.

In derartigen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein. Bei der operativen Behandlung stehen eine Reihe von Ansätzen zur Verfügung.

Vor allem in der ersten Zeit nach einem Eingriff tritt eine Besserung auf. Allerdings können die Probleme nach einigen Jahren wieder erneut auftauchen.

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Mögliche Abhilfen

  • Abnehmen
  • Rauchen einstellen
  • Alkohol vermeiden
  • Rückenlage beim Schlafen vermeiden
  • Schlafmittel vermeiden
  • Beatmungsgerät (CPAP-Therapie)
  • Schnarchschiene

Untersuchung und Diagnose
Schnarchen kann in einem Gespräch mit dem Arzt diagnostiziert werden. Es ist ein Vorteil, wenn ein(e) ggf. vorhandene(r) Partner(in) bei dem Gespräch dabei ist. In manchen Fällen kann eine Überweisung an ein Schlaflabor notwendig sein.

Bei der Diagnose von Schnarchen frägt der Arzt nach Beschwerden in Verbindung mit Schnarchen. Hierbei kann die Anwesenheit eines eventuellen Partners von Vorteil sein.

Im Gespräch ist es wichtig, herauszufinden, ob im Laufe der Nacht Atemaussetzer auftreten und falls, wie oft. Falls Ungewissheit in Bezug auf eventuelle Atemaussetzer im Laufe der Nacht besteht und man zudem an Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten leidet, kann eine Überweisung an ein Schlaflabor sinnvoll sein.

In einem Schlaflabor steht man während des Schlafs unter Beobachtung, oftmals mit dem Ziel herauszufinden, ob Schlafapnoe vorliegt. Des Weiteren werden üblicherweise Nase und Rachen auf offensichtliche Engpässe untersucht.

Eine Blutprobe zur Untersuchung auf andere Krankheiten kann ebenfalls in Betracht gezogen werden. Hypothyreose kann sowohl zu Schnarchen führen als auch Schnarchen verstärken.

Schlafüberwachung
Schnarchen tritt im Tiefschlaf auf, wenn die Körpermuskulatur (einschließlich des Rachens) so entspannt ist, dass das Weichgewebe anfängt, zu vibrieren.

Schnarchen ist so verbreitet, dass es als normales Phänomen angesehen wird. Es wird angenommen, dass ein enger Rachen oder eine enge Nase der üblichste Auslöser für Schnarchen ist.

Schnarchgeräusche entstehen in der Regel durch Vibrationen des Weichgewebes im hinteren Teil des Rachens, dem Gaumensegel (einschließlich des Zäpfchens). Bei der Untersuchung der Mundhöhle wird nach Überbiss, großen Mandeln, großer Zunge und/oder großem Zäpfchen gesucht.

Die Ergebnisse der Untersuchung bilden die Grundlage für die Art der Behandlung. Zudem ist es wichtig, die Ursache für eine verstopfte Nase zu untersuchen, da eine solche ebenfalls mit Schnarchen im Zusammenhang steht. Die Nase kann auf schiefe Nasenscheidewand, Polypen sowie zu viel Weichgewebe im hinteren Teil der Nasenöffnung untersucht werden.

Übergewicht als Ursache für Schnarchen
Übergewicht wird als ein entscheidender Faktor bei der Beurteilung von Schnarchen angesehen. Ein auf Grund von Übergewicht vergrößerter Halsumfang kann dazu führen, dass die Atemwege zusammengedrückt werden.

In der Regel wird das Schnarchen abnehmen oder sogar verschwinden, wenn das Gewicht reduziert wird.

Alkohol und Schlafmittel
Alkohol und Schlafmittel wirken entspannend. Dies kann dazu führen, dass die gesamte Körpermuskulatur noch entspannter ist als normal. Dies gilt auch für die Muskulatur im Rachen und die Atemwege.

Aus diesem Grund stehen Alkohol und eine erhöhte Tendenz zum Schnarchen in engem Zusammenhang. Es wird empfohlen, keine Schlafmittel zu verwenden. Zudem sollte abends kein Alkohol genossen werden.

Prognose
Schnarchen gehört zu den Beschwerden, denen fast alle Menschen von Zeit zu Zeit ausgesetzt sind. Bei manchen ist eine medizinische Behandlung notwendig, um Schnarchen unter Kontrolle zu bringen.

Es gibt effektive Behandlungsmethoden, die bei schwerwiegenden Problemen mit Schnarchen Abhilfe schaffen. Folgt man dem Behandlungsplan, wird man das Problem in den meisten Fällen unter Kontrolle bringen.

Schnarchen ist nicht leicht zu kurieren, allerdings kann viel unternommen werden, um es in notwendigen Situationen zu unterbinden.

Fakten zum Thema Schnarchen

  • Irgendwann einmal im Leben schnarchen alle. Am häufigsten schnarchen Männer, aber es gibt auch viele Frauen, die schnarchen.
  • Mit zunehmenden Alter nimmt auch das Phänomen Schnarchen zu. Kinder können ebenfalls schnarchen.
  • In manchen Fällen kann Schnarchen störend sein oder auch zu direkten Problemen mit der eigenen Gesundheit führen.
  • Schnarchen kann mit Schlafapnoe verbunden sein, einem Syndrom, das ein erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen mit sich führt. Schlafapnoe muss untersucht und behandelt werden.
  • In vielen Fällen können Gewichtsabnahme und andere Ratschläge zum Thema Lebensstil helfen. Allerdings ist in anderen Fällen eine weitergehende Behandlung notwendig. Hierbei können z.B. Beatmungsgeräte und Schnarchschienen zum Einsatz kommen.
  • Auch chirurgische Eingriffe zur Verbesserung des Luftflusses können bei manchen Besserung bringen.

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